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Die Kirche

Am 8. März 1571 versprach der schwedische König Johan III. in einem Privileg seinen in Deutschland geborenen Untertanen, eine eigene Kirche auf dem ehemaligen Grundstück des Dominikanerklosters errichten zu dürfen. Für die Finanzierung sollten die Deutschen selbst aufkommen.


Der König sicherte ihnen lediglich eine Unterstützung beim Bau ihres Gotteshauses zu. Als dieser Erlass zustande kam, bestand die Deutsche Gemeinde bereits seit etwa zwanzig Jahren und hatte bis zu diesem Zeitpunkt den Konventsaal des Franziskanerklosters auf dem Gråmunkeholm, dem heutigen Riddarholm, als Sakralraum benutzt. Bevor das Privileg von 1571 in Kraft trat, hatte Johan III. den Finnen das Haus der St. Gertruds Gilde als Sakralraum überlassen. Diese Kaufmannsvereinigung bestand seit Mitte des 14. Jahrhunderts, war aber auf Grund der Beschlüsse von Västerås 1544 aufgelöst worden. Das Eigentum fiel an den Staat.

Die ersten Jahre

1576 wurde die Deutsche St. Gertruds Gemeinde Miteigentümerin des Gildenhauses. Ab Ostern 1576 ist der Posten „der finschen Kirchen Bauw“ ein fester Bestandteil der Kirchenrechnungen der Deutschen Gemeinde. Im Jahre 1607 wurde die Gemeinde dann alleinige Besitzerin der Kirche. Auch König Gustav Adolf bestätigte 1611 der Gemeinde den uneingeschränkten Besitz der St. Gertruds Kirche. Der schon zu Zeiten Johans III. begonnene Turmanbau wurde am Westabschluß des Gildensaals errichtet und 1613 daran anschließend ein neuer Turm mit Glocken errichtet, dessen Grundform noch heute besteht.

Die Deutsche Gemeinde baut ihre St. Gertruds Kirche

Der ehemalige Gildensaal erwies sich schon am Ende des 16. Jahrhunderts als unzureichend. Ein Ausbau der Kirche war jedoch nur nach Süden möglich. Dort sollte auch das große Hauptportal stehen. Als 1636 den regierenden Reichsräten Baupläne mit der Bitte um Genehmigung vorgelegt wurden, war eine Kirche mit ,,drey Gewelben, zwey Regenn Philerß auf jeder Seiten“ vorgesehen, also eine dreischiffige Kirche mit zwei Pfeilerreihen. Im Jahre 1637 konnte die Gemeinde mit Hilfe aller zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel die Fundamente für die Kirche legen sowie Steine für den Bau von acht Pfeilern aus Öland bestellen.

Die Kirche nimmt Form an 

Aber in diesem Jahr trat Hans Jakob Kristler, Baumeister aus Nürnberg, in den Mittelpunkt des Geschehens um den Kirchenbau. Kristler legte einen Bauplan vor, der darauf hinauslief, eine zweischiffige Kirche zu errichten, wobei zuerst die Südfassade gebaut und das Dach für die neue Kirche konstruiert werden sollte. Im Anschluss daran, sollten Gewölbe und Südwand des Gildensaales abgerissen und schließlich das zweite, neue Gewölbe auf vier Pfeilern errichtet werden. Kristlers Ideen erschienen sehr kühn und bei viel geringeren Kosten derart genial, dass man Stockholms Oberstatthalter und Reichsrat Claes Fleming um sein Urteil bat. Der Reichsrat erschien am 3. Januar 1639 mit seinen Baumeistern und stimmte den Plänen uneingeschränkt zu. Anfang des Jahres 1643 war das große Werk Kristlers fertig. Vom Interieur der alten Kirche dürfte unverändert einzig und allein das Epitaph übernommen worden sein, das heute die Taufkapelle schmückt.

Brand und Wiederaufbau

In der Nacht vom 6. auf den 7. Oktober 1878 brach im Kirchturm ein Brand aus, der den Turm mit den Glocken und dem Glockenspiel sowie die Orgel zerstörte. Da das Gewölbe dem Einsturz des Kirchturmes standgehalten hatte, blieb das Innere der Kirche im Wesentlichen unversehrt. Die Fenster fielen jedoch dem Brand zum Opfer oder wurden zumindest stark beschädigt. Nachdem die Kirche ein Notdach erhalten hatte, konnte bereits am 1. Weihnachtstag 1878 wieder ein Gottesdienst gefeiert werden. Den Neubau des Turmes übernahm im Frühling 1881 der Berliner Architekt Julius Raschdorff. Schließlich wurden 1884 vier neue Glocken aus Dresden eingeweiht und die Stange mit Hahn und Kreuz auf der Turmspitze befestigt.

Quelle: Emil Schieche: „400 Jahre Deutsche St. Gertruds Gemeinde in Stockholm 1571-1971“. Stockholm 1971.

 

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Sandell, Gösta: Glas, ljus och bly / Glas, Licht und Blei:
Tyska kyrkans fönster, Stockholm 2011,
ISBN: 978-91-633-8682-4