Lyssna

Gegen den Strom

Höre hier die Predigt aus dem Gottesdienst am Sonntag, 15. Februar.

Markus 10, 32-45

Auf dem Weg nach Jerusalem
ging Jesus vor den anderen her.
Alle, die dabei waren, wunderten sich.
Aber die Jünger, die ihm folgten, hatten Angst.
Da nahm Jesus die Zwölf noch einmal beiseite.
Er kündigte ihnen an, was mit ihm geschehen sollte:
»Wir ziehen jetzt nach Jerusalem.
Dort wird der Menschensohn den führenden Priestern
und Schriftgelehrten ausgeliefert.
Sie werden ihn zum Tod verurteilen
und an die Heiden ausliefern,
die unser Land besetzen.
Die werden ihn verspotten und anspucken,
ihn auspeitschen und töten.
Aber nach drei Tagen wird er vom Tod auferstehen.«

Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus,
traten zu Jesus und sagten zu ihm:
»Lehrer, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst.«
Jesus fragte sie:
»Was möchtet ihr denn? Was soll ich für euch tun?«
Sie antworteten:
»Lass uns neben dir sitzen,
wenn du in deiner Herrlichkeit regieren wirst –
einen rechts von dir, den anderen links.«
Aber Jesus sagte zu ihnen:
»Ihr wisst nicht, um was ihr da bittet!
Könnt ihr den Becher austrinken, den ich austrinke?
Oder könnt ihr die Taufe auf euch nehmen,
mit der ich getauft werde?«
Sie erwiderten: »Das können wir!«
Da sagte Jesus zu ihnen:
»Ihr werdet tatsächlich den Becher austrinken,
den ich austrinke.
Und ihr werdet die Taufe auf euch nehmen,
mit der ich getauft werde.
Aber ich habe nicht zu entscheiden,
wer rechts und links von mir sitzt.
Dort werden die sitzen, die Gott dafür bestimmt hat.«
Die anderen zehn hörten das Gespräch mit an
und ärgerten sich über Jakobus und Johannes.
Da rief Jesus auch sie herbei und sagte zu ihnen:
»Ihr wisst:
Diejenigen, die als Herrscher der Völker gelten,
unterdrücken die Menschen, über die sie herrschen.
Und ihre Machthaber missbrauchen ihre Macht.
Aber bei euch ist das nicht so:
Sondern wer von euch groß sein will,
soll den anderen dienen.
Und wer von euch der Erste sein will,
soll der Diener von allen sein.
Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen,
um sich dienen zu lassen.
Im Gegenteil:
Er ist gekommen, um anderen zu dienen
und sein Leben hinzugeben
als Lösegeld für viele Menschen.«